1. Leistungsversprechen

Soziale Arbeit benötigt eine belastbare betriebswirtschaftliche Steuerung, um langfristig wirksam und zukunftsfähig zu bleiben.

Henrichsen-Schrembs Consulting unterstützt Träger dabei, Finanzen nicht als Sachzwang, sondern als strategisches Managementinstrument einzusetzen. Mit meiner Erfahrung als Geschäftsführer verknüpfe ich die effiziente Zuweisung von Ressourcen (Ressourcenallokation) mit fachlichen Qualitätsstandards.

Um eine umfassende Expertise in allen steuerlichen und bilanzrechtlichen Details zu gewährleisten, arbeite ich in speziellen finanzwirtschaftlichen Themenbereichen eng mit einem Netzwerk aus Fachexperten aus dem Wirtschaftsbereich zusammen.


2. Ausgangslage und Anlass

Die wirtschaftliche Situation sozialer Einrichtungen ist durch eine zunehmende Schere zwischen Kostenentwicklung und Erlösen geprägt:

  • Refinanzierungsrisiken: Steigende Zusatzkosten (Tarifsteigerungen, Energiekosten) bei gleichzeitig gedeckelten oder zeitversetzt angepassten Entgeltsätzen.
  • Investitionsstau: Die Notwendigkeit einer soliden Kapitalflussrechnung (Cashflow-Analyse), um notwendige Modernisierungen und das Wachstum der Einrichtung aus Eigen- oder Fremdmitteln zu finanzieren.
  • Transparenzdefizite: Eine fehlende oder unzureichende Deckungsbeitragsrechnung erschwert es der Leitung, defizitäre Standorte oder Leistungen frühzeitig zu identifizieren und gegenzusteuern.
  • Verhandlungsdruck: Bevorstehende Entgelt- und Pflegesatzverhandlungen (SGB VIII, IX, XI), die eine belastbare Kalkulationsbasis und eine strategische Argumentationslinie erfordern.

3. Ziel und Leistungen

Das Ziel ist die Transformation Ihrer Finanzdaten in steuerungsrelevante Informationen:

  • Transparenz: Aufbau einer aussagekräftigen Kosten- und Leistungsrechnung zur Identifikation von Kostentreibern.
  • Ertragssicherung: Aktive Unterstützung bei der Kalkulation leistungsgerechter Sätze und die Begleitung von Entgeltverhandlungen zur Sicherung der Vollkostendeckung.
  • Management-Kompetenz: Befähigung der Führungsebene zum sicheren Umgang mit Unternehmenskennzahlen und Wirtschaftsplänen.

4. Der Beratungsprozess in sechs detaillierten Phasen

Phase 1: Auftragsklärung & Zielvision

Wir definieren die wirtschaftlichen Zielgrößen (z. B. Ziel-Umsatzrendite, Liquiditätsgrade) und erstellen einen detaillierten Projektsteckbrief. 

Hierbei legen wir fest, welche Leistungskennzahlen (Key Performance Indicators) für Ihre Steuerung zentral sind.

Phase 2: Bestandsaufnahme & Finanz-Audit 

Tiefenprüfung der aktuellen Buchhaltungsdaten und Strukturen.

Methoden:

  • Analyse der Vermögens- und Ertragslage
  • Prüfung der Kostenstellen-Zuordnung
  • sowie ein Benchmarking der Personalkostenquoten innerhalb Ihrer Sparte

Phase 3: Strategieentwicklung & Kalkulationsmodell 

Wir entwickeln die Werkzeuge für Ihre wirtschaftliche Souveränität.

Methoden:

  • Wirtschaftlichkeits-Matrix (Portfolio-Analyse Ihrer Standorte)
  • Präzise Gewinnschwellen-Analyse (Break-Even), um zu ermitteln, ab welchem Belegungsgrad Ihre Angebote rentabel arbeiten.

Phase 4: Praxisreflexion & Management-Begleitung

Wir bringen die Zahlen in den Führungsalltag.

Methoden:

  • Integration von Soll-Ist-Vergleichen in die monatliche Berichterstattung.
  • Interpretation von betriebswirtschaftlichen Auswertungen
  • Ableiten konkreter Maßnahmen

Phase 5: Dokumentation & Finanz-Standards

Nachhaltige Sicherung des Wissens durch strukturierte Prozesse.

Methoden:

  • Erstellung eines Wirtschafts-Handbuchs (Standards für die jährliche Budgetierung)
  • Leitfäden für das Controlling
  • Vorlagen für die Kalkulation neuer Fachkonzepte

Phase 6: Nachhaltigkeit & Erfolgskontrolle

Verankerung der wirtschaftlichen Verantwortung im gesamten Leitungsteam.

Methoden:

  • Einführung einer kollegialen Beratung im Führungsteam zu Budgetthemen
  • Halbjährliches Review der finanziellen Zielerreichung

5. Rahmenbedingungen für den Erfolg

  • Datenbereitstellung: Der Auftraggeber stellt zeitnah alle notwendigen betriebswirtschaftlichen Daten (BWA, Kostenstellenberichte, aktuelle Leistungs- und Entgeltvereinbarungen) zur Verfügung.
  • Vertraulichkeit: Wir garantieren höchste Diskretion. Auf Wunsch wird eine gesonderte Geheimhaltungsvereinbarung unterzeichnet.
  • Schnittstellenarbeit: Sicherstellung der engen Zusammenarbeit zwischen kaufmännischer Leitung und pädagogischer Fachbereichsleitung zur Verzahnung von Fachlichkeit und Finanzen.
  • Verbindlichkeit in Verhandlungen: Bei der Begleitung von Entgeltverhandlungen werden wir frühzeitig in die Strategieplanung einbezogen. Die finale Entscheidungshoheit verbleibt beim Träger.
  • Experten-Einsatz: Die Hinzuziehung externer Wirtschaftsexperten (z. B. Steuerberater) erfolgt nur nach vorheriger Abstimmung und gesonderter Beauftragung durch den Kunden.
  • Mitwirkung der Führungsebene: Die Akzeptanz wirtschaftlicher Steuerungsinstrumente erfordert die aktive Unterstützung durch die Geschäftsführung gegenüber den Einrichtungsleitungen.

6. Honorar und Bedingungen

  • Kalkulation: Das Honorar erfolgt individuell nach Umfang und Komplexität der Datenanalyse bzw. Verhandlungsbegleitung.
  • Abrechnung: In der Regel erfolgt die Abrechnung nach Tagessätzen oder vereinbarten Meilenstein-Pauschalen.